Suchtprävention

Suchtprävention stellt sich die Frage, wie Gesundheit entsteht und setzt diese Fragestellung in zielgruppenspezifischen Angeboten. Suchtprävention richtet sich an Menschen aller Altersgruppen, um diese bereits im Vorfeld durch gezielte Maßnahmen wirksam vor den negativen Folgen des Substanzgebrauch und süchtiger Verhaltensweisen zu schützen. Suchtprävention arbeitet sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene und wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden. Die Stärke der Suchtprävention ist sowohl die Vielfältigkeit als auch das gemeinsame Fundament. Suchtprävention möchte vorbeugen und bietet einen Zugewinn zur Förderung der Lebensqualität– und das mit bewährten und lebenspraktischen Mitteln! Also Prävention – leicht gemacht! Prävention in Schulen bietet zusätzlich Beratung und Hilfe für Schüler in wieterführenden Schulen und deren Eltern an.


Der Paradigmenwechsel der Suchtprävention besteht darin, nicht mehr nur Risikofaktoren, die zu einer Suchtentwicklung führen können, sondern vor allem Schutzfaktoren, die Menschen gesund erhalten, als wichtige Ressourcen zu erkennen und in den Mittelpunkt suchtpräventiver Maßnahmen zu stellen. Suchtprävention orientiert sich an der Förderung protektiver Faktoren im Entwicklungsprozess.

Fortbildungen und Projekte im Bereich der Suchtprävention wollen Anregungen und Beispiele geben, welche Bedingungen und Maßnahmen notwendig und hilfreich sind, diese schützenden Strukturen und Handlungsmöglichkeiten zu schaffen.
Sich mit eigenen, erzieherisch/ pädagogischen und gesellschaftlichen Werthaltungen und Konsummustern auseinander zu setzen bzw. sie für sich zu definieren ist eine wichtige Grundbedingung. Die Themen und Methoden der Suchtprävention sollen für die Angesprochenen einen persönlichen Bezug haben sowie interessant sein und Spaß machen.
Die Fachstelle hat ihren Schwerpunkt im Bereich der Universellenprävention, sie setzt daher in erster Linie auf die Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Universelle/Primäre Suchtprävention setzt im Vorfeld einer Abhängigkeitsgefährdung ein und beginnt im frühen Kindesalter (Kindergarten, Grundschule). Neben Präventionsberatung und der Konzeptionierung, Durchführung und Koordination von Präventionsprojekten gehören Fortbildungen, Öffentlichkeits- und Gremienarbeit zu den Hauptaufgaben der Fachstelle für Suchtprävention. Die Fachstelle ist Partner für Ideen, Informationen, Materialien, Qualifizierungen, Projekte sowie individuelle Beratung.

Die Angebote im Einzelnen
Für Eltern:
• Elternabende
• Elternseminare
• Informationsmaterial

Für Kindergärten:
• Fortbildungen zu diversen Themen
• Mitarbeiter/-innenqualifizierung
• Elternabende
• Programm KIKS UP
• Projekt Papilio
• Projekt Spielflächengestaltung
• Projekt Spielzeugfreier Kindergarten
• Konzeptionserarbeitung
• Medienerziehung
• Informationsmaterial

Für Schulen:
• Qualifizierungsangebote
• Fortbildungen zu diversen Themen
• Programm KIKS UP
• Projekt KLASSE KLASSE
• Projekt Eigenständig werden
• Projekt Die Expedition
• Projekt Schulhofgestaltung
• Projekt Cool sein cool bleiben
• Medienerziehung
• Elternabende
• Informationsmaterial

Für Vereine, Jugendarbeit:
• Fortbildungen zu diversen Themen
• Projekte
• Vorträge
• Aktionen
• Qualifizierung von Übungsleitern und Gruppenleitern
• Informationsmaterial

Koordination:
• KIKS UP
• Hilfe für Fritz
• AHEP Süd
• Gremienarbeit Netzwerkarbeit
• Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt
Wenn Sie Fragen oder Interesse an den Angeboten der Fachstelle haben stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner:
Guiodo Glück
Fon:    06031 7210-0
Mobil: 0163 7434-193
E-Mail: guido.glueck@jj-ev.de


Die Fachstelle bietet seit  sucht- und gewaltpräventive Arbeit und Beratungsangebote in den Schulen des Wetteraukreises an. Das Angebot richtet sich an Schüler/innen ab dem 12. Lebensjahr, deren Lehrer/innen, Schulleitungen und Eltern. Das Angebot steht den weiterführenden Schulen im Wetteraukreis sowie Institutionen aus dem Bereich Jugendarbeit, bei Bedarf zur Verfügung.
Mit dem vom Wetteraukreis eingerichteten und finanzierten Projekt „Prävention in Schulen“ sollen Probleme verhindert, vermieden oder gelöst werden.

Folgende Tätigkeitsschwerpunkte lassen sich unterscheiden:
• kurz- und langfristige Suchtpräventionsprojekte
• Projekte zur Gewaltprävention
• Beteiligung bei schulischen und außerschulischen Veranstaltungen
• Nichtraucherprojekte
• Beratung
• Interventionsprogramme.

Eine Auswahl aktueller Präventionsprojekte:
Über Sucht und Drogen reden“ – Suchtprävention
„Über Sucht und Drogen reden“ ist ein Projekt zur Suchtprävention für Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 7. Dem Projekt liegt kein einheitliches Konzept zu Grunde. Der Inhalt wird den zeitlichen Gegebenheiten der anfragenden Klasse, dem Schultyp und dem Alter der Jugendlichen angepasst und im Vorfeld mit der Schule abgestimmt.
Folgende Inhalte werden jugendgerecht vermittelt:
Informationen über legale und illegale Suchtmittel, Erarbeitung von Alternativen zum Suchtmittelkonsum, Bekanntmachung des Hilfesystems im Wetteraukreis.

„Cool sein – cool bleiben. Handlungskompetenz in Gewaltsituationen“ – Gewaltprävention
Unter dem Titel „Cool sein – cool bleiben“ verbirgt sich ein Training zum Erwerb von Handlungskompetenzen in Gewaltsituationen als Beitrag zur Gewaltprävention in Schule und Alltag.
Folgende Inhalte werden jugendgerecht vermittelt:
Wahrnehmung von potentiellen Konfliktsituationen, Verständnis von der Dynamik von Gewaltprozessen, Bewusstmachen von verbalen und nonverbalen Verhalten, Umgang mit Stresssituationen und Risiken durch Waffen, Bedingungen, die Hilfeverhalten begünstigen.

FreD – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ – Interventionsprogramm
FreD ist ein sekundärpräventives Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene mit riskantem Suchtmittelkonsum, die bei der Polizei auffällig oder bereits straffällig geworden sind oder denen ein Schulordnungsverfahren droht. FreD will dabei unterstützen, diese Schwierigkeiten und den Ärger mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Schule, den Eltern oder am Ausbildungs-/Arbeitsplatz in den Griff zu bekommen. FreD unterbreitet wegen Drogengebrauchs auffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen möglichst frühzeitig ein suchtpräventives Angebot.

Kontakt:
Fachstelle Prävention in Schulen des Wetteraukreises
Bismarckstraße 2, 61169 Friedberg

Ansprechpartner:
Gerhard Rauschenberg
Fon 06031 7210-0
Mobil 0163 7434-109
E-Mail zjswk-praev.schule@jj-ev.de

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